Samstag, 30. April 2016

April vorbei, tanderadei!

Angeblich soll morgen, da der April vorbei ist, auch das Aprilwetter ein Ende nehmen. Jungejunge, dieser April hat sich wirklich Mühe gegeben, sic nomine digna!! Wir hatten alles. Sonne, Wärme, Wind, Regen, Schnee, Hagel, Gewitter -- und das nicht nur beim Wetter, nee! Busfahrerstreik, Stau, Vollsperrung von Kreuz Wupp-Nord, Partnersuche, exzessive Telefonate, Missverständnisse, emotionale und psychische Vollsperrung meiner Selbst, Lösung, Auflösung, freies Durchatmen, Rückbesinnung auf die Werte und was-will-ich-eigentlich?, Absage, neue Suche, … … … ein halbwegs freiwilliger fast-zehn-Stundentag, über Rehe, Kaninchen und den Schackerachtelhalm geseufzt, einmal dem Chef die Meinung gesagt, zwei Knochen und eine Rose gefunden.
 Eine Pracht von einer Rose.
Schon eine ganze Woche steht sie in meiner Küche herum.
He, LinGe, was fürn Glück, dass du nicht galium odoratum heißt oder pterocarya fraxinifolia, das wäre schwierig jedes Mal zu buchstabieren! :-)


Jetzt kommt der Mai.
Tanderadei.
Mal sehen, was der so drauf hat.

Donnerstag, 28. April 2016

Der Kreuzblütler des Tages

Ach, denk doch nicht, dass ich die Pflanzen schon nach Kreuz- und sonstwas-Blütler einteilen könnte, davon bin ich noch weit entfernt. Ich unterteile derzeit zwischen Einkeim- und Zweikeimblättrigen. Das ist die erste Klasse in der Botanikschule, würd ich sagen.
Der Kreuzblütler des Tages ist das Wiesenschaumkraut.
Neben der Lupine ist es, auch wenn ich es nie so genannt habe, eine der Blumen meiner glücklichen Kindheit.
Es ist wunderschön und gehört, so es auf einem Pflegegrab wächst, leider zur Sorte der Unkräuter und ich muss es ausrupfen.
In der nährstoffreichen Feuchtwiese (ebenfalls nicht gewusst, sondern bei Tante Wiki afjeschrieben) darf es wachsen und gedeihen und gut aussehen.
Ach, lies bei der Tante weiter, was es über Cardamine pratensis zu wissen gibt.
Screenshot aus Wikimedia Commons
Einzeln sieht man nicht, warum das Blümlein Wiesenschaumkraut heißt. Dafür brauchst du viele und eine Wiese. Dann liegt der blassviolette Schimmer wie ein Schaum auf der Wiese. Traumhaft.

Stell dir nur mal vor, eines Tages gibt es vielleicht keine Wiesen mehr, weil ganz Deutschland zugebaut ist. Dann gibt es kein Wiesenschaumkraut mehr, keine Lupinen, keine Gänseblümchen -- schrecklich! Lieber denke ich mir schnell was anderes aus.

Montag, 25. April 2016

Versprochen! #14

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Freitag, 22. April 2016

Jedem Tag seine Bestimmung!

Der morgige 23. April ist der Tag des Buchs.
Nein, es geht nicht um Buchs!
Deswegen möchte ich gern noch mal auf meine Büchersammlung hinweisen und zum Erwerb derselben aufrufen.

Donnerstag, 21. April 2016

literarische Höhenflüge

Kann man etwas verbergen, das gar nicht da ist?
Na klar! Folgende Textpassage beweist es.
Warum "ich", also Carina das tut, erfährst du sicher eines Tages. Allerdings dauert es noch eine Weile. Ich hab seit März vielleicht drei Zeilen geschrieben. Zu wenig Ruhe.

Dienstag, 19. April 2016

Schaschlikspieße

Andere Friedhöfe haben auch Rehe!
Das erfahre ich am Samstag, als ich meine Eltern besuche. Dort auf dem Friedhof, der noch naturnäher liegt als "meiner", toben auch ein paar Rehe herum.
Einer der Grabbesitzer, berichtet Muttern, hat Schaschlikstäbchen in sein Blumenbeet gespießt, das schreckt die Rehe ab und sie fressen woanders.
Es klingt plausibel, aber ich habe mittlerweile so viele total sichere Tricks gehört, was Rehe abschreckt, dass ich auch dieser Methode nicht vertrauen würde.
Ich würde einfach das pflanzen, was sie nicht mögen. Und was auch Schnecken links liegen lassen, ebenso Raupen, Kaninchen, Hasen und Wühlmäuse … wobei dann schon nicht mehr viel übrig bleibt.
Hier kannst du sehen, dass die Biester nicht die einzigen Feinde der Blümchen sind.
Sie heißen zwar Eisbegonien, aber sie sind nicht frosthart. Und letzte Nacht war es unter null Grad = Blumen kaputt, ganz ohne Fressfeind.

Montag, 18. April 2016

Ein Reh ist kein Pferd

Jaja, das Reh ist immer noch da. Vielleicht sind es auch von Nacht zu Nacht unterschiedliche oder mehrehre oder heute drei, morgen eins, übermorgen eine kleine Familie -- es ist mir egal!
Eine Frau spricht mich an: "Das ist eine Plage mit den Rehen!"
Ich: "Ja, seit zwei Wochen kann ich jeden Morgen das Tohuwabohu aufräumen, das die Biester mir hinterlassen!"
Frau: "Ich hab ja gehört, dass die keine blauen Stiefmütterchen mögen. Ich fahr heute nachmittag los und kaufe neue. Ich hatte gelbe und die haben alles kaputt gefressen."
Ich: "Das wird die Viecher nicht wesentlich beeindrucken, so ein Reh ist farbenblind. Das folgt nur der Nase."
Frau: "Aber Pferde können doch auch Farben erkennen?"


Oh, ich könnte dir stundenlang Unterschiede zwischen Reh und Pferd aufzählen!

Freitag, 15. April 2016

Heute bei Firma K.

Mein Heimweg führt mich an Firma K. (wenn du nicht weißt, was damit gemeint ist, kannst du es selbst in die Stichwortsuche eingeben. Es gibt 105 Beiträge dazu im Vorgarten, ich hab nachgezählt) vorbei, und um das zimmerpflanzliche Defizit auszugleichen, kehre ich dort ein, immerhin ist Wochenende und Feierabend und das will ich auch den ehemaligen Kollegen unter die Nase reiben. Nett wie ich bin.
Zielstrebig durchquere ich die Beet-und-Balkon-Halle und werde von einem Mit-Kunden angesprochen: "Hallo, kann ich Sie mal was fragen?"
Ich: "Warum?"
Kunde, sichtlich irritiert: "Na, weil ich Sie etwas fragen will."
Ich: "Fragen Sie wen anders. Ich hab frei."
Kunde, empört: "Seien Sie doch nicht so unfreundlich! Ich will bei Ihnen Geld ausgeben!"
Ich: "Ich arbeite aber gar nicht hier."
Kunde, verwirrt: "Ich dachte nur, weil sie eine grüne Hose tragen."
Ich: "Die Leute hier vom Geschäft tragen grüne Pullover und bei denen steht Firma K. drauf."
Kunde: "Ach so."
Ich ziehe grinsend meines Weges. Witzig, dass die Kunden immer noch glauben, ich wüsste alles! Wenn das die ehemalige Chefin mitbekommen würde, die bei mir keine Kompetenzen sah, weshalb sie mich ins Lager verbannte, weg von den Kunden! Aber sie hat zum Jahres- auch die Filiale gewechselt.
In der Zimmerpflanzenabteilung empfängt mich eine ehemalige Kollegin, wir quatschen ein paar Worte, sie geht zurück an ihre Arbeit.
Ein Mann mit Einkaufswagen zu mir: "Hören Sie, haben Sie auch Tulpen, so geschnittene?"

Natürlich weiß ich auf die meisten Kundenfragen eine Antwort. Ich könnte wahrscheinlich sofort wieder einsteigen -- nach dreieinhalb Jahren im Sortiment kann man das fehlende Wissen schnell nacharbeiten.

Aber ists mein Job, ihnen weiter zu helfen?
Nö. Da mach ich mir lieber einen Spaß draus.

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Kundenberatung ist das Dings, das mit bei meiner jetzigen Arbeit am meisten fehlt und ich hoffe, dass ich nach Totensonntag Gelegenheit bekomme, was anderes anzufangen als Friedhof. Auch wenn es dann wieder Einzelhandelsarbeitszeiten geben könnte und keine automatisch freien Wochenenden.

Donnerstag, 14. April 2016

sing mal, Amsel!

Auf dem Friedhof habe ich bei der Arbeit viel Zeit, den Vögeln beim Singen zuzuhören. Die Amseln singen derzeit besonders laut. Damit du die Sänger wertschätzen lernst, hier ein paar Fakten.

Der Gesang der Amsel teilt sich in Strophe und Refrain. Der Refrain kommt in regelmäßigen Abständen wieder, jede Amsel hat ihren eigenen und überarbeitet ihn jährlich. Daran kannst du sie auseinander halten.
Am Gesang kannst du ebenfalls erkennen, ob es ein junger oder alter Vogel ist: der junge singt weniger melodiös und hat mehr Wiederholungen.
Eine Amsel ist ein sehr lernfähiger Vogel, sie imitiert Geräusche, die in ihrem Revier oft vorkommen. Gerade arbeite ich in der direkten Nachbarschaft eines Reitstalls. Eine Amsel schließt ihren Refrain mit einer Art Wiehern. (Das klingt wirklich seltsam, wenn es plötzlich im Baum wiehert!) Eine Amsel am Waldrand hat den Ruf des Bussards in ihren Refrain eingebaut. Du kannst der Amsel auch deinen Handyklingelton beibringen, ich weiß aber nicht, wie lange ihr dafür üben müsst.

Alles weitere über Amseln kannst du bei Tante Wiki nachlesen.

Montag, 11. April 2016

das langsame Sterben

oder: als ich mir den grünen Daumen gestoßen hatte

Ich kann dir sagen, die Geschichte ist todtraurig. Mein Daumen wird heilen, aber für meine grünen Freunde sehe ich schwarz.
Die Dioneae hab ich Anfang Juli 2013 gekooft
und schau wie jämmerlich sie nun aussieht.
Man muss dabei natürlich den natürlichen Verlauf einer Staude abrechnen, im Sommer sieht sie immer voller aus als im zeitigen Frühjahr. Und frisch gekauft sind alle Pflanzen kompakter als nach drei Jahren in privater Obhut.
Trotzdem geht es nicht weiter mit ihr, fürchte ich.
Ich werde von meiner ohnehin hinfälligen Pflanzenkaufregel abweichen (seit ich mehr als eine Phalaenopsis habe [derzeit sind es drei blühende und zwei ruhende], ist diese Regel eh' ein Relikt vergangener Zeiten) und mir eine neue zulegen.

Mit diesen beiden nahm es übrigens auch kein gutes Ende.
Die Clusia (vorne) ist schon vor einer langen Weile hingerafft worden, ich denk, ich hab sie tatsächlich zu wenig gegossen (!) und die Peperomia stirbt an etwas anderem.
Und auch bei der PepperOmi könnte ich mir vorstellen, einen neuen Anlauf zu wagen. Sie ist hübsch und genügsam und die Ecke am Tisch ist jetzt so leer.

was ich dem Reh wünsche

ich wünsche ihm, dass es zu einem langen Urlaub aufbricht, vielleicht nach Rehgensburg oder in den Rehgenwald, wo es sich dann so wohl fühlt, dass es nie zurückkehrt.
ssghtmrrssschrklchffdnrvn!!!

Freitag, 8. April 2016

Oho, sie droht!

Heute bei der Arbeit zu einem kleinen roten Ahorn:
ich, freundlich: Würdest du bitte deine Zweige aus meinem Gesicht nehmen?
Ahorn, arrogant: Würdest du bitte dein Gesicht aus meinen Zweigen nehmen?
ich: Nee, hopp jetz. Raus damit. Ich bin gleich wieder weg. 
Ahorn: Ts, muss ich aber nicht.
ich: Du, pass auf, ich habe eine Schere und ich schrecke nicht davor zurück, sie zu nutzen.
Ahorn: Oho, sie droht! Sehr schöne Schere. --- Aua!
ich schmunzele leise vor mich hin und arbeite weiter
Ahorn regt sich auf: Du kannst doch nicht einfach meine Zweige abschneiden! Weißt du, wie lange das dauert, bis die so schön gewachsen sind?!
ich: Ich hab es angekündigt. Sag das deinen Ahornkumpels, ich drohe nicht nur.

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Hähähä. Leichen pflastern meinen Weg.
Der Rehbestand ist inzwischen übrigens um 50% geschrumpft. Aber auch ein Reh ist ein Reh zuviel.

Donnerstag, 7. April 2016

wir werden sicher.

Das ist doch total beruhigend: Alles wird sicherer.
Bei Wottsäpp gibts jetzt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Blogger ändert Ende des Monats die http-Verfügbarkeitseinstellung.
Da kann ja nix mehr schief gehen.
Wobei … wer hat sich das ausgedacht? Herr Wottsäpp und Herr Blogger? Wem sind die beiden noch gleich zugehörig? Ähäm. Eine Verschlüsselung ist immer nur so sicher -- wie der vertrauenswürzig ist, der die Schlüssel aufbewahrt.
Na ja. Kucken wir mal. Allzu schlimm wirds wohl nicht werden.
Die Vorgartenpforte steht weiterhin offen für dich.
vom Fotokamerad verunstaltetes bergischgrün
Auch wenn das an diesem Bild nicht so richtig erkennbar ist. Ich hab auf die Schnelle kein besseres gefunden in meinen sicheren Archiven.

Mittwoch, 6. April 2016

Alternative Fortbewegungsmöglichkeiten

Ich so, gestern bei Dauerregen aufm Friedhof, zwischen Mittagspause und Feierabend …
Hoppla, hier sind aber viele Regenwürmer unterwegs. Gibts was besonderes?
Regenwurm: Ja, wir treffen uns, um über alternative Fortbewegungsmöglichkeiten zu sprechen.
ich: Alternative Fortbewegungsmöglichkeiten? Aha. na ja, Kopf voran schieben, Rest hinterher ziehen, oder?
Regenwurm: ALTERNATIVE!!! Das heißt "andere"!
ich: Aha. Und … an was denkt ihr da so speziell?
Regenwurm: Überschallgeschwindigkeit zum Beispiel.
ich: Aha. Ähm, … aber dann könnt ihr ja gar nix mehr essen bei der Fortbewegung unter Tage. (je nasser man ist, desto langsamer denkt man, denk ich. Ist zumindest bei mir so. Jedenfalls, wenns noch ne Weile hin ist bis Feierabend. Deswegen fällt mir nur Aha ein.)
Regenwurm: Doch. Nur halt viel schneller.
ich: Aha. (ich komm nicht mehr mit. Als ob sprechende Regenwürmer nicht schon reichen würden, reden die auch noch über so abgedrehte Sachen!) Schneller, immer schneller, das ist doch Blödsinn! Entschleunigung ist die Maxime!
Regenwurm: Entschleunigung ist Blödsinn. Ehrlich. Guck uns doch mal an, wenn wir noch langsamer rumkriechen, fressen uns die Vögel fast im Schlaf.
ich: Regenwürmer schlafen?!?
Regenwurm: Neijen! Die Vögel!!
ich: Aber wenn ihr dann alles viel schneller macht, was tut ihr in der übrigen Zeit?
Regenwurm: Da haben wir dann Zeit, uns langsam fortzubewegen.
ich: Äh, klar.


Ich weiß wirklich nicht, ob es an an der reichlichen Frischluft lag oder der mindestens ebenso reichlichen Luftfeuchte. Aber vielleicht wars ja auch alles echt.

Montag, 4. April 2016

Rehsistent

Rate, womit ich den heutigen Tag zugebracht habe?
Die Spuren der Rehe beseitigen und die Leute beseelsorgen, die auch einen Reh-Schaden haben.
Noch ein paar Fakten zu Capreolus capreolus:
Es ist farbenblind. Das bedeutet, dass ihm völlig wurscht (nee, das nu nicht, es ist ja ein Pflanzenfresser) egal ist, ob die Blümlein vor seiner Nase gelb, blau, rot oder weiß sind. Es frisst sie auf.
Warum es die gelben hier frisst und die blauen auf dem Nachbargrab stehen lässt --- frag das Reh, nicht mich. Ich weiß es nicht. (klick)
Abgeschossen werden darf es vom 1. September bis zum 30. Januar, sofern es eine Ricke ist, ists ein Bock, gilt die Zeit vom 1. Mai bis zum 15. Oktober. Was passiert, wenn du einen ungehörnten Bock für eine Ricke hältst und ihn bzw. sie zur falschen Jahreszeit abschießt, weiß ich auch nicht.
Ein Reh ist im Sommer rehbraun, wie der Name schon sagt. Im Moment ist nicht Sommer, da ist es graubraun. Heute früh haben wir die Übeltäter gesehen, es sind zwei. Leider haben sie das Loch im Zaun, durch das sie herein gekommen sind, nicht wieder gefunden, und wir auch nicht, sodass wir das fröhliche Nachlaufen morgen weiterspielen können.
Das westeuropäische Reh wiegt übrigens weniger als das Ostreh. Hier bringt es bis zu 25 Kilo auf die Waage, vorausgesetzt, man wiegt schnell. Rehe sind ja, wie der Name schon sagt, oft in Unrehe. Unruhe. Sie können schnell rennen, schnell die Richtung wechseln und auch noch hoch springen. Wenn sie müssen, schaffen sie 2 Meter hohe Sprünge.
Heute morgen mussten sie offensichtlich nicht, sonst wären sie weg gewesen.

Reh-sistent, um den Bogen zur Überschrift zu schlagen, sind Hortensien. Das freut mich sehr für sie. Ich erinnere mich dunkel, dass die Schafe, die gelegentlich in meinem Garten einbrachen und allerhand Proben nahmen, was man essen kann und was besser nicht, ebenfalls einen Bogen schlugen, und zwar um meinen blaublütigen Hortense.
Hortense ist übrigens neulich endlich noch mal umgezogen, und dabei war gar nicht Herbst. Er hat jetzt einen Logenplatz im Wuppertaler Nordhang. Sonne von früh bis spät und neben sich nur den kleinen Fliedi. Und daneben den Jasmin, der mich schon wieder einen Spatenstiel gekostet hat. Extrem sesshafter Typ. Da bleibt er jetzt.

Sonntag, 3. April 2016

Galanthus

Das Galanthus heißt auch Frühlingsglöckchen, Hübsches Februar-Mädchen, Lichtmess-Glöckchen, Lichtmess-Glocke, Märzglöckchen, Märzveilchen, Marienkerze, Milchblume, Schnee-Durchstecher, Schneetulpe, Weiße Jungfrau, Weißglatze. In England wirds Snowdrop genannt, in Frankreich Perce-Neige, in Italien Bucaneve oder Foraneve und in den Niederlanden Sneeuwklokje.
Das Schneeglöckchen.
Es gehört zu den Amaryllisgewächsen.
Es ist keine typische Zwiebelpflanze, das heißt, es vermehrt sich nicht durch Teilung der Zwiebel.
Es gibt sogar gefüllte Blüten.
Es ist eine einkeimblättrige Pflanze, was es u.a. mit der Dattelpalme gemeinsam hat.
Es wird von Pflanzenfressern verschmäht.

Ich will dir noch das Märchen vom Galanthus erzählen.
Galanthus' glockiges Köpfchen mit den drei weißen Hüllblättern sitzt auf einem dünnen Stiel, weshalb es nickt, wenn ein Lüftchen entlang streicht. Darinnen sind die grün gesäumten inneren Blättchen, es sind ebenfalls drei. In denen reift des Galanthus' Samen heran, und wenn du dein Ohr nah heran hältst und es still ist um dich her, hörst du es auch bimmeln, ganz leise. Bis der Same reif ist, wird Galanthus sehr müde, er neigt sein Köpfchen herab, damit der Same, eingehüllt in eine süßliche Frucht, sanft zu Boden rolle.
Eine Weile dauert es, bis die Frucht vergeht, dann ist der Same frei. Manchmal aber geschieht es, dass eine Ameise des Weges kommt und Gefallen findet an der Frucht und sie mitnimmt. Die Königin hats befohlen, der Schmaus muss in den Bau!, aber haps, haps, haps, ist er verspeist, die Ameise erquickt -- und der Same vergessen. Und dort wächst bald heran ein wunderhübscher junger Galanthus.
Wenn du in Wald und Wiese ein Grüppchen von ihnen findest, so pflücke nur ein paar, sonst verlassen sie diesen Ort und kehren nicht zu ihm zurück.

Samstag, 2. April 2016

Freitag, 1. April 2016

Das war das Reh, das hier wohnt

Jedes zweite Gespräch des heutigen Tages drehte sich um den ungebetenen Gast auf unserem FH: ein Reh. Vielleicht sind es auch mehrehre, jedenfalls hat es (oder haben sie) einen sehr guten Appetit.
Es rupft bevorzugt junge Blüten von Violala und Cornutata, und weil die Pflanzen erst in den letzten paar Tagen eingesetzt wurden, rupft es auch schon mal die ganze Pflanze raus. Natürlich geht es dann einfach weiter, das Biest, und hinterlässt mir die Verwüstung
aus deren Resten ich dann wieder eine hübsche Pflanzung herstellen darf:
Oder so ähnlich. Wenn das Reh nämlich ein paar Blümlein kaputt macht, gibts hinterher Löcher in der Pflanzung.

Ein paar Fakten über Rehe.
Rehe sind dämmerungsaktiv, aber das heißt nicht, dass sie tagsüber schlafen, denn sie sind Wiederkäuer. Sie futtern 24 Stunden am Tag, wenn sie was finden.
Sie laufen allerdings bevorzugt in der Dämmerung herum, wo sie dann mit Autos zusammenstoßen.
Rehe hinterlassen etwa erbsengroße, schwarze und glänzende Köttel, die sie in Häufchen fallen lassen. Das unterscheidet sie von Kaninchen: die kötteln grünlich. Und Hasen kötteln nur ein oder zwei Stück und hoppeln dann weiter. (ja, ich hab ganz genau hingekuckt!) Allerdings richtet sich die Farbe nach dem, was es zu fressen gibt.
Kaninchen und Hasen habe ich übrigens noch gar nicht auf diesem FH gesichtet.

Das jeweils andere zweite Gespräch (also nicht das zweite, vierte, sechste, sondern das dritte, fünfte und so weiter [worum es im ersten Gespräch ging, kannst du hier nachlesen, etwa "kurz vor 8:00"]) drehte sich darum, was man denn ansonsten pflanzen kann: Was schmeckt so einem Biest nicht?
Da ich tatsächlich noch nie ein Reh war, kann ich es nicht mit abschließender Sicherheit sagen, aber es gibt ja Erfahrungswerte, die dir vielleicht auch weiterhelfen.
Pflanzen, die eher nicht gefressen werden, sind folgende:
Helleborus*. Hat aber leider gerade keine Saison, zieht sich so langsam in ihr Staudeninneres** zurück.
Gaulteria. Kommt allerdings auch eher im Herbscht ins Blumenlädle.
Jajaja, und was gibts denn jetzt zu kaufen und blüht jetzt auch und sieht dazu noch gut aus?
Saxifraga, Aubrieta, Campanula, Iberis, Polsterphlox, Alyssum, Primula, Frühlings-Anemone, Steingartengewächse, Gräser, Farn, Zwiebelpflanzen usw.
Wenn du die alle nicht magst, empfehle ich Plastikblumen. Müssen nicht mal gegossen werden und sind absolut rehfest. Kein Reh-Fest.

UND HORTENSIEN!!!
Hortensien werden erstaunlicherweise von eigentlich jedem Tier links und rechts stehen gelassen. Nicht mal die hungrigen Schafe auf Niederlangenberg mochten am blauen Hortense knabbern.
Ich will mich da nicht festlegen, dass kein Tier sie mag. Aber die meisten mögen sie nicht.
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* = ich schreib die botanischen Namen, weil das hier ein Fachblog ist! Nee, ehrlich, weil die "deutschen" Namen eine regionale Angelegenheit sind und sie im Rheinland anders heißen als in Westfalen oder bei dir. Ich sach nur, Klimmöppe.
Du kannst sie ja alle guggeln.

** = ääh, was war noch mal eine Staude? klick. Ist halt doch ein Fachblog, he?