Freitag, 17. November 2017

total unspektakulär, soll ich das überhaupt erzählen?

Vor zwei Tagen bin ich zu Tageslicht-Ende aus dem Garten gegangen, zum Bus, mit dem ein paar Haltestellen weiter, dort ausgestiegen und über unsere schöne Balkantrasse nach Hause. Dieser Weg nicht allerdings beleuchtet, um diese Jahreszeit ist der Heimweg also eine finstere Angelegenheit.
Mich stört das nicht wahnsinnig sehr, hier in den Ballungsräumen wird es ja nicht so richtig dunkel und meine Augen können das eigentlich ganz gut.
Manche Leute grüße ich mit dem bergisch-vernuschelten "nabend".
Eine Frau ist schon drei Schritte vorbei, als sie sagt: "Sie haben mich da richtig erschreckt!"
Ich drehe mich zu ihr um und frage, warum?
"Weil einen ja niemand anspricht, einfach so. Und hier unten hab ich immer Angst, weil es so dunkel ist."
Ich sage zu ihr: "Sie brauchen ja keine Angst zu haben, Jesus ist bei Ihnen."
Sie guckt, im Dämmer ist es zu erkennen, als würde sie denken "Stimmt ja, das hatte ich ganz vergessen."

Sie geht in ihre Richtung weiter und ich in meine, und ich denke mir, dass ich ja auch noch für sie beten hätte können, damit Jesus ihr die Angst wegnimmt.
Schongs verpasst!

Heute, gleiche Stelle, gleiche Welle, treffen wir uns wieder, ich denk mir so im Herannahen: das ist sie doch, oder? Ich wieder "nabend."
Sie: "Wir haben uns doch vorgestern auch hier getroffen, oder?"
Ich: "Ja, das stimmt."
Sie erzählt mir noch einmal, warum sie hier im Dunkeln unterwegs ist, dass sie da drüben arbeitet und der Weg anstelle der Trasse ein Riesenumweg und dann die Baustelle und der ganze Verkehr und so, und dass sie hier unten echt Angst hat.
Ich: "Soll ich jetzt mal für Sie beten, dass Jesus Ihnen die Angst wegnimmt?"
Sie: "Ja gerne!"
Also bete ich für sie, dass Jesus ihre Angst weg nimmt und segne sie noch mit seinem Frieden. Den kann man immer gebrauchen.

Friedlich und zufrieden trennen sich unsere Wege.

Jimmy Somerville trifft Dubstep

Gestern im Sport wieder einer dieser Momente, da eine Beatsoße mit Liedkern aus den Boxen dröhnte, den ich kannte. Das ist doch -- Jimmy Somerville!
Muss allerdings gestehen, dass die Beatsoße in Verbindung mit dem Lied gar nicht so schlecht klang (was ja beileibe nicht immer so ist). Erinnerte mich in Segmenten an Alex Clare's Dubstepmix, aber der hatte sicher nix damit zu tun.
Tja, also eine Mischung aus dem einen und dem anderen, sicher ein paar bpm schneller … wer will sich das denn vorstellen?
Es sportete sich gut drauf. Das ist die Hauptsache.

Dienstag, 14. November 2017

Montag, 13. November 2017

Hochbeet -- Resümee

Im April baute ich mein Hochbeet in das kleine Beet neben dem Gewächshaus und war so unendlich klug und vorausschauend, einen schmalen Durchgang zwischen den beiden zu lassen. Dort landen seit langem die Steine, die ich anderswo ausgrabe. Der Plan ist, dass da eines Tages kein Unkraut mehr wächst.
Ich verfrachtete eine Menge Moos vom Vertikutieren ins Hochbeet. Moos ist das Zeug, was Schnecken nicht mögen. Das hatte ich irgendwo in den Blogs und Webseiten rund ums Thema Biogärtnern/Mischkultur gelesen.
Ich habe zwar etwas Schneckenfraß an Möhren gehabt,
aber keinen oder fast keinen am Salat. Anscheinend hat der Salat so fies moosig geschmeckt, das die Glibschis ihn nicht mochten! Mir ist im Geschmack kein Unterschied aufgefallen.
Der Mangold braucht nächstes Jahr zu allen Richtungen gleich viel Platz; ich werde ihn an die andere Seite des Hochbeets setzen. 
Die Nachsaat im Juli werde ich beibehalten, der wird dann nicht so herb und eignet sich prima für Salat.
Ich sollte allerdings nicht wieder fast den ganzen Juni weg sein, in der Zeit sind die schnellen und robusten Pflanzen mit dem Unkraut um die Wette gewachsen. Das hat das Wachstum der empfindlichen und langsamen Pflanzen sehr behindert. Oder ich weise vorher jemanden in die Kunst des Jätens ein.
Radieschen kommen keine mehr hinein, die sind in diversen Kästen besser aufgehoben. Sie haben einen schnelleren Saat-Erntezyklus.
Praktisch wäre, zu Beginn (also bevor die erste Saat aufgeht) Karnickeldraht über das Hochbeet zu spannen, damit die Katzen draußen bleiben.
(Gartennotizen)

Freitag, 10. November 2017

fünfter sein

tür auf
einer raus
einer rein
vierter sein

tür auf . . . .
einer raus . . . .
einer rein . . . .
dritter sein . . . .

tür auf . . . . . . . .
einer raus . . . . . . . .
einer rein . . . . . . . .
zweiter sein . . . . . . . .

tür auf . . . . . . . . . . . .
einer raus . . . . . . . . . . . .
einer rein . . . . . . . . . . . .
nächster sein . . . . . . . . . . . .

tür auf . . . . . . . . . . . . . . . .
einer raus . . . . . . . . . . . . . . . .
selber rein . . . . . . . . . . . . . . . .
tagherrdoktor . . . . . . . . . . . . . . . .


Ernst Jandl: fünfter sein.
In: Ernst Jandl: Poetische Werke. Band 4, Luchterhand, München 1997

sitze zu viel in Wartezimmern beim Arzt rum.

optisch und akustisch sehr schön umgesetzt:

Denk dir, ich suchte eigentlich nach was ganz anderem, als ich das Stück Literatur fand, und als ich mich genug darüber gewundert hatte und noch andere Gedichte von Ernst Jandl gelesen hatte (ottos mops!!), hatte ich dann vergessen, was ich zuerst gesucht hatte. War aber nicht schlimm, war wohl nicht so wichtig.