Montag, 21. August 2017

am Kürbis den Reifegrad des Holunders feststellen

der muss wohl reif sein, der Holunder, wenn die Vögel lila kacken!
Andersrum ist das schwieriger: Ich will den Kürbis nicht so lange stehen lassen, bis der Holunder mir anzeigt, dass er reif ist…

Sonntag, 20. August 2017

#augustbreak -- I love

Jesus. grün. den Garten. das Leben. das Bergische Land. alle Jahreszeiten. Brainstorming. gutes Essen. Mittagsschlaf. meine Freunde. forsche Fahrweise. Alliterationen. die Ordnung in meinem Gehirnskasten, auch wenn sie viele Missverständnisse hervorruft. Tee und Kakao. (bitte in getrennten Gefäßen). den Vorgarten (hätte ihn sonst längst geschlossen). das Meer. Borkumaufenthalte. Pflanzen. die Unbegreiflichkeit des Daseins und das Wunder des Lebens. vieles mehr.

Samstag, 19. August 2017

In so einem Kübel geht ja nichts verschütt

In einem meiner Kübel hier am Haus waren seit Juni 2015 eine rosa Bodendeckerrose (pflegeleicht, braucht keinen Schnitt, bleibt in Kübelformat), eine lila Campanula (irgendwie hab ich fast überall welche drin, außer bei der Hortensie) und allerhand grünweißes Carex, das ich vom Friedhof mitgebracht hatte. Es wäre da sonst im Müll gelandet.
Zuerst entwickelte die Rose sich ganz prächtig, blühte, dass es eine Freude war, aber dieses Jahr ist gar nicht mehr viel passiert. Ich hab mir so gedacht, sie kann ja nicht weg sein, vielleicht braucht sie ein bisschen mehr Platz? Nimm doch mal ein bisschen Carex raus!
zum Beweis: die Rose ist noch da!
Im Garten habe ich Kübel von Inhalt getrennt.
wofür braucht ein Carex einen Kübel? Es steht auch ohne sicher da
Soviel war mir gleich klar: mit "nimm doch mal ein bisschen Carex raus" wird es nichts.

Ich fragte M., der in kritischen Fragen immer eine Antwort weiß, was er mit dem Gewüchs tun würde.
"Vierteilen", war die Antwort.
"Dazu teeren und federn?", fragte ich zurück.
"Das setzte ich als Grundwissen voraus."

Heute habe ich mal Zellteilung mit dem Spaten betrieben, was ich bei Regenwürmern zuschärfst verurteile. Bei den meisten Stauden, Gräsern und einigen anderen Pflanzen geht es ganz gut.
Siehe da! Links der Mitte die Campanula, rechts der Mitte die kleine Rose. In einem Kübel geht wirklich nichts verschütt!
Das Carex ist gevierteilt, die Rose ist herausgenommen und die Campanula gerettet. Wo die Kumpels stehen werden (auf oder neben dem Hügel, der heute ein gutes Stück gewachsen ist), entscheide ich später. Jetzt sind sie erst mal in Blumentöpfen untergebracht.
Für die Neupflanzung im Kübel hatte ich schon eine andere Rose gekooft, die in besserem Zustand ist. Wenn auch verblüht. Ist halt jetzt nicht ihre Zeit.
Und natürlich eine neue Campanula. Denk dir, Pflanzen für zuvor 2,99 auf 1,00 runtergesetzt! Bei Campanula ist das ein echtes Schnäppchen. Und Ziergras, das ich im Garten noch hatte. Das sich auf andere Weise ausbreitet.
Das vorne ist die frisierte Campanula. Sie kann sich jetzt erst mal auf die Wurzeln konzentrieren und in nem Monat neue Blüten machen.

Freitag, 18. August 2017

#augustbreak -- one regret

Zitat aus "ein Quantum Trost" in meinem Fragen+Antworten-Buch

Donnerstag, 17. August 2017

#augustbreak -- daisies

Puh, gerade rechtzeitig habe ich noch ein Foto mit Daisies, Gänseblümchen, gefunden!
auf einer Wiese in Köln am 16.Mai 2017
Um das süße Kind vor dem Ansturm der Fans zu schützen, habe ich das Foto geringfügig bearbeitet. (Würdest du das Kind kennen, würdest du auf jeden Fall sein Fan!)

Kongopost 102

Das Geheimnis des Speers.
Das ist Papa Jean, der mir die uralte Speerspitze geschenkt hat.
Er war sehr alt, wohnte zwei Dörfer weiter und gehörte zu unsern speziellen Freunden. Alle zwei bis drei Tage kam er und tauschte irgendwelche Früchte gegen Petroleum, Seife oder Geld. Er war so schrecklich mager, und sein Hauptwort war Nzala (Hunger). Dann zeigte er mir die Stelle, wo andere den Bauch haben, und ich meinte dann immer, ich könnte die Wirbelsäule durchschimmern sehen. „Ohne Bauch kannst du doch gar keinen Hunger haben“, war mein Spruch, und wir lachten dann beide.
Bevor Papa Jean gestorben ist, hat er mir den Speer gegeben und erzählt:
„Wir Baphoto-Pygmäen sind die Ureinwohner im Dschungel, und wir lebten nur von der Großwild- und Elefantenjagd. Dieser Speer hier stammt von meinem Großvater, und ich gebe ihn dir, weil du mein letzter richtiger Freund bist.

Der Speer ist breit und macht eine große Wunde. Unser Nganga-Nkisi machte früher einen Zauber mit Marihuana und Elefantenkot und verwandelte uns in Baumstümpfe oder andere Dinge. Dieser Speer hat einen sehr langen Schaft, und man versteckte ihn im Laub, direkt am Weg der Elefanten. Wenn dann die Elefanten kamen, war man ganz Baumstumpf oder so. Den letzten Elefant stach man dann ins Hinterbein. Es gab nur diese eine Bewegung, und dann war man gleich wieder Baumstumpf. Elefanten riechen und hören gut, können aber schlecht sehen. Die Herde zog dann weiter und wir folgten einige Tage, bis der Verwundete schwach und allein war. Dann machten wir ihn fertig.
Für die Kolonialherren mussten alle Leute Kautschuk oder Palmnüsse abliefern. Wir Baphoto brauchten das nicht. Wir sollten für Elfenbein sorgen und wurden dafür auch bezahlt. Aber da wirkte unser Zauber bald nicht mehr, und es starben viele Männer. Wir waren fast ausgerottet, als die Herren sagten, wir sollten damit aufhören. Der Rest unseres Stammes lebt hier im Dorf, fängt Fische und isst Maniok und Bananen.

So ist es hier auch mit dem Glauben unserer Kirche. Da war mal eine geheime große Kraft, aber irgendwann wurde der Glaube strukturiert und kommerziell gehandelt. Es entstanden Konfessionen, die kraftlos dahin siechen. Man begnügt sich heute mit Predigen, lautem Singen, Tanzen und langen Gebeten, und man denkt über alte Geschichten und über Geld nach.“
Mit meinem Glauben ist es hier oft ebenso. Ich versuche ja, ein christliches Leben zu führen – so für mich alleine. Wahrscheinlich komme ich so auch mal in den Himmel.
In Europa ist das gemütlich, aber damit ziehst du ja nicht mal einen Fisch vom Teller. So suche ich wieder nach der alten, geheimnisvollen Kraft der Kinder von Gott, und ich will mit dem Suchen niemals aufhören. . . . . . . . . . . . . Gruß, Peter. gohlep[ät]web.de

Mittwoch, 16. August 2017

#augustbreak -- favourit color

Ich habe den Aufgabenzettel verklüngelt und weiß daher nicht, wo noch unhörbare ex-französische Vokale in die Überschrift müssen.
Viele Wörter mit so unenglischen Vokalsammlungen stammen aus dem Französischen. Französisch war nämlich mal eine Modesprache in England.
Meine Lieblingsfarbe ist jedenfalls, Überraschung! grün.
Manchmal schaff ich es, nach der Buntwäsche einen ganzen Wäscheständer voll grüner Sachen zu haben. (Es gibt bei mir nur zwei Sorten Wäsche: 30°C und über 60 Grad. Würde ich mehr sortieren, kriegte ich die Maschine nicht voll oder hätte nichts mehr im Schrank.)

Ich habe mir für die verschiedenen grünen Bedürfnisse hier im Vorgarten eine Sammlung von html-codes angelegt für diese wunderschöne Mischung aus gelb und blau, denn Bloggers Standardfarbsortiment hat oft nicht, was ich brauche.
hellgrün
helleres grün
grünes grün
helles saftgrün
mitteldunkles grün
dunkles grün

Montag, 14. August 2017

#augustbreak -- vintage

das bin wohl ich: VINTAGE. Nicht mehr ganz neu, mit Gebrauchsspuren.
Heutzutage ist das ja wieder "in".

Sonntag, 13. August 2017

wenn der Gurke das Regenwasser an den Ohren rauskommt, nennt man das Guttation

Wenn der Gurke das Regenwasser an den Ohren rauskommt, sie aber keine Ohren hat, muss es ja irgendwo anders raus. Also tropft und perlt es aus den Poren am Blatt.
Der Fachmann nennt das Guttation.
Die sieht sehr hübsch aus:
Lies selbst, was Tante Wiki zum Thema Guttattion zu sagen hat.
Fürs nächste Jahr muss ich irgendeine Wassersperre bauen. Zum Glück habe ich bis dahin noch etwas Zeit, mir was auszudenken.

#augustbreak -- I crave

Ich musste erst Mathilda fragen, was "I crave" eigentlich bedeutet, mein Wörterbuch kannte es nur als "ich bitte". Ich habe genug Erfahrung von Sprachen um zu wissen, dass es für viele Dinge mehr als einen Begriff gibt. Mathilda schickte mir:
Im sich-sehnen hab ich gewisse Erfahrungswerte.
Gestern hatte ich nach drei Tagen Dauerregen trotz des nach wie vor nassen Wetters starke Gartensehnsucht und habe meine Hügelseitenbefestigung bepflanzt. Campanula und eine Maritima aus einem Kübel hier am Haus, dazu irgendson Carex-oder-ähnliches-Gras und Waldsteinia.
Da siehst du auch den neuen (möglicherweise nicht endgültigen) Standort der Kübelhortensie. (Nebenbei: Keine Pflanze steht an ihrem ganz sicher endgültigen Standort, das macht es mir leichter, irgendwas zu tun. Ich bin nämlich immer noch ziemlich entscheidungsgehemmt.)
Im Hortensienkübel sind jetzt drei verschiedene Pflanzen, eine blau, eine rosa, eine weiß, wie du hier prima erkennen kannst ☺
Die rosa und blauen Blüten habe ich abgeschnitten, sie waren schon bei trockenem Wetter viel zu schwer für die dünnen Stiele. Am "Holz" der Hortensie erkennst du ihre Qualitäterä. Aber ich habe absichtlich mindere Qualität genommen, erstens ist sie kleiner in Preis und zweitens werden meine Hortensien ja sowieso regelmäßig in Form gebracht.
Äh, Form! Das werd ich gleich noch tun, bevor ich in den Garten gehe und das selbe dem Gurkenurwald angedeihen lasse.
Der Gurkenurwald leidet nämlich an der Nässe. [Merke: es sind keine Seegurken.] Da mein Gewächshaus nur auf einer Reihe Steine steht, dringt die Regennässe dem sanften Gefälle folgend durch die Erde und demonstriert mithilfe der Gurken Guttation (ich werde ein entsprechendes Foto nachreichen).
So. Genug der Worte. I'm craving for the garden. Oder wie auch immer man das sagt.

Freitag, 11. August 2017

#augustbreak -- one wish

bei Wish denk ich immer, wenn ichs schreibe, ob da nicht noch ein h rein kommt. Whish. Könnte ja sein, he? Gibt durchaus Wörter, die an der Stelle ein h ham.
Heute gibts wieder nur einen Verweis auf schon geschriebenes. Dieses Mal nicht zum April, sondern zum November. Ich chöre das Lied immer noch sehr gerne -- wobei auch Forsters aktuelles Lied sehr gut auf mein derzeitiges Leben passt.
Kopf hoch, es wird schon gut werden, irgendwie!

Donnerstag, 10. August 2017

#augustbreak -- lavender

Wenn du deinen Lavendel zeitig nach der Sommerblüte schneidest, blüht er später im Jahr noch einmal.
Foto vom 18.November 2015 auf einem Friedhof irgendwo in Wuppertal
Die Blüte ist nicht mehr so üppig wie im Sommer, fällt aber mehr auf: dann blüht ja nur noch dein Lavendel.
Gib ihm im Herbst und im nächsten Frühjahr Kalk, das mag er.

Mittwoch, 9. August 2017

#augustbreak -- postcards

Die letzten drei Postkarten, die ich bekam, stammen alle aus Ostfriesland. Dem Um-Land, wie ich gerade erst kapiere.
Pilsumer Leuchttum, Teemuseum Norden und Ditzum. Dazwischen weilte ich auf Borkum und verschickte selbst elf Postkarten, um alle bisherigen Rekorde für einen Urlaub zu brechen. Aber na ja, es war ja kein richtiger Umlaub. Ich war ja zum arbeiten da.

Dienstag, 8. August 2017

#augustbreak -- my eyes

in dieser Frage verweise ich gern auf zuvor getätigte Aussagen.

Sonntag, 6. August 2017

Nachtrag zu: nicht radfahren bei nassem Wetter

Hier das gestern versprochene Foto von der Regenmenge:
dreiundzwanzig Liter pro Quadratmeter.
Da kann man besser ohne Fahrrad in die Dusche gehen, da gibts warmes Wasser und danach ein trockenes Handtuch.

Samstag, 5. August 2017

#augustbreak -- bicycle

Heute bin ich nicht mit dem Fahrrad gefahren.
Ich wäre klitschnass geworden.
Morgen schau ich für dich in meinen Regenmesser, wie nass (in Litern) ich geworden wäre.

Frage zum Tage 96

Ist so ein Eichhörnchen geeicht?, fragte ich mich heute, als es laut keckernd in der Blutpflaume* saß und mit Nussschalen nach dem Kater warf, der hektisch ins Gewächshaus flüchtete.

*= B. sagt, dass es eine ist. Tante Wiki erzählt Dinge über Blutpflaumen (Prunus cerasifera), die unser Baum gar nicht kann. Ich muss da mal Klarheit schaffen.

Freitag, 4. August 2017

#augustbreak -- where I live

Ich lebe, wo Kürbis und Rhabarber sich in herzlicher Umarmung ein Beet teilen.

Im Laufe der letzten Wochen habe ich auch über meinen Hügel nachgedacht und vor allem die drei Prunus laurocerasus, die zwischen Hügel und Kompostkisten stehen und die B. behalten will -- ich ergo nicht absägen darf. Alle Blätter darf ich abmachen. Um alle Blätter abmachen zu können, brauche ich da ein bisschen Platz, und der ist jetzt ziemlich gesichert.
So, du baust eine Mauer, sagt K., der neue Nachbar.
Nein, sage ich, das ist keine Mauer. Seit Mauern in Washington so en vogue sind, sind sie bei mir gänzlich aus der Mode. Das ist nur eine Hügelseitenbefestigung. Gegen Erosion und so.

Donnerstag, 3. August 2017

#augustbreak -- roses

Rosen.
rote Rose, gelbe Rose, weiße Rose, rosa Rose, schwarze Rose, langstielige Rose.
Teerose. Rumblerrose. Bodendeckerrose. Kletterrose. Edelrose. Topfrose.
Rosa canina. Rosa rugosa.
Pfingstrose. Christrose. Seerose. Stockrose. Wüstenrose. Rose von Jericho. Buschwindröschen. Rosenkohl.
Rosenschere. Rosendünger.
Rosenspinner. Rosenfedermotte. Rosenzikade. Gemeiner Rosenwickler.
Rosenduft. Rosenöl. Rosenwasser. Rosenholz.
Rosamunde. Rose Ausländer. Rosa Luxemburg. Rosi Mittermaier. Rosa hat den Blues.
keine Rose. Doch eine Rose. Intelligente Rosen. Neurosen.
Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. Eilet zu blühn! New York, Rio, Rosenheim. Rosige Zeiten. Rosa Brille. Auf Rosen gebettet. Keine Rose ohne Dornen. Rosenkranz. Lippische Rose. Windrose. Gürtelrose. Rosenmontag. Der Name der Rose. Dornröschen, Schneeweißchen und Rosenrot. Rosenstolz. Rosenkavalier. Rosenkriege. Die Roten Rosen. 1 Rose = 20 Stück Schollen. Salvia Nemorosa? Heterosexuell.
rosiges Brainstorming.
und jetzt das Ganze in blau!

Mittwoch, 2. August 2017

#augustbreak -- gold

Gold!!!
Montag und heute war ich voll im Goldrausch.
Nicht zufällig nennt man es das Ackergold.
Während der ersten Hälfte der Ernte hatte ich ein ernte-untypisches Lied im Kopf, das aber thematisch doch ganz gut passt:
Glück auf, glück auf! Der Steiger kommt … Ich habs absichtlich nicht verknüpft, du kannst es selber suchen, wenn du es hören willst.

Beetstreifen mit deutlich sichtbaren Vorher-Nachher-Unterschied:
Gleich neu eingesät. Phacelia.

Dienstag, 1. August 2017

#augustbreak -- morning

Wie ich gestern so über den Unterschied zwischen morgen und Morgen sinnierte -- auf englisch tomorrow und morning, fiel mir ein, dass sich mal einer von den Scorpions ein englisches Pseudonym zugelegt hatte, weil sein deutscher Name wohl zu uncool gewesen war. Das war lange vor dem Sommermärchen von 2006 und wer eine Deutschlandfahne miführte, war vermutlich ein Nazi.
Dieser eine Scorpion nannte sich Tom Morrow, weshalb es mir gestern einfiel.
Drum kriegst du am heutigen MORGEN mein Lieblingslied der Band (neenee, eins der vielen), es ist von 1984. Damals hatte ich keine Ahnung von sowas, ich war acht.
Das ist das Offischel Widdio zum Lied.
Hier noch eine etwas neuere Version, man erkennt es auch an den Frisuren.
Und den Klamotten. Und den Gesichtern.

Montag, 31. Juli 2017

augustpause oder Pausenaugust?

Es ist nicht meine LOVEmber-Aktion, und somit bin ich auch nicht für die Aufgabenliste verantwortlich. Und somit kann ich mitmachen, muss aber nicht :-)
Das eine oder andere Thema werd ich wohl meist tagesaktuell bearbeiten.
Morgen, also morning … nee, das heißt "tomorrow" bei den Engländern. Ach, da fällt mir schon was ein.

Sonntag, 30. Juli 2017

Ist gehen gesund?

Man kann -- wie immer -- geteilter Meinung sein. Auch was die Nebenwirkungen und etwaig bestehende Zusammenhänge betrifft.
beide Screenshots aus RP-Online/Panorama
Aber kann es Zufall sein, dass hier drei von vier Artikeln hintereinander mit der selben Art Fortbewegung zu tun haben? Sehr seltsam. Ich geh mal lieber raus.

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p.s.: liebe rp! seid gnädig zum S. Der Offiziersanwärter hat ein Recht darauf!

Samstag, 29. Juli 2017

Ich hol dich da raus, Baby!

Die Hortensie vorm Haus hatte ich irgendwann nach 2012 bei einem Freund "gerettet" (vor besagtem Freund gerettet) und sie dankte es mir, indem sie wuchs und groß wurde und reich blühte und sich dabei nicht auf eine Farbe beschränkte.
Im Herbst jeden zweiten Jahres habe ich sie gründlich gestutzt, damit sie kompakt wächst. Ich schätze es überhaupt nicht, wenn Hortensien -- solche im Kübel erst recht -- so spillerig sind. Darum gab es alle zwei Jahre eine überaus reichliche Blüte und in den anderen Jahren ein übersichtliches Angebot.
Wenn man um die Gründe weiß, ist das kein Grund zu meckern.

Gestern hat sie mir gesagt, dass sie den Kübel gerne verlassen würde. Er ist so klein auf einmal, meinte sie. So eng. Du hast ja letzten Herbst noch neue Erde rein getan, das war gut, aber trotzdem. Darf ich bitte die erste Hortensie in deinem Garten sein?
Na klar, sagte ich.

Das tolle an dieser Übereinkunft ist, dass ich jetzt eine neue mittelgroße Hortensie kaufen darf, oder zwei kleine, was dann idealerweise zwei unterschiedliche Farben wären, damit es wieder Farbwunder zu bestaunen gibt oder "eine" Hortensie, die zweifarbig blüht.

Freitag, 28. Juli 2017

Penna, glaub ich. Müssense einfach mal guggeln

Seit das Osterglockenfest in meinem Fensterkasten vorbei ist, suche ich nach dieser "Name-vergessen-Blume", die mir (und den zahlreichen Insekten) ja letztes Jahr so viel Freude gemacht hatte.
Aber such mal nach einer Blume, deren Namen du vergessen hast, das ist ein bisschen schwierig!
Neulich habe ich dann, weil der Sommer voranschritt und die beiden anderen Blümchen im Kasten (weiterhin die annähernd hundertjährige Campanula, die da immer sitzt und erneut eine Calibrachoa, dieses Jahr nur in lillla und gelb) [ja, man hat mir mal gesagt, dass lilla mit nur einem L in der Mitte geschrieben wird, aber ich finde das widernatürlich] … ähm, also die beiden anderen Blümchen im Kasten verlangten nach Vollendung.
Da nahm ich eine Angelonia, weil sie farblich zu den beiden anderen passte.
Leider ging sie nach einer Woche ein, ich weiß nicht warum.
Ich also wieder los, im Baumarkt Salvia nemorosa gesehen, farblich passend. Gesagt, getan, gekauft, "wenn die dann verblüht ist, kommt sie in den Garten, da wollte ich sowieso eine haben".
Bereits nach ein paar Tagen hörte sie auf zu blühen.
Grr! Was ist denn dieses Jahr los mit den Blümelein?
Aber heute, als der Kaufauftrag mal wieder ganz anders lautete, da fand ich SIE.
Überhaupt nicht farblich passend, aber die Richtige!
Wie heißt die da?, frage ich den kompetent aussehenden Herrn hinterm Tresen seines Marktstandes.
Er pustet die Backen auf und vernuschelt irgendwas, das mit Pen- anfängt, es könnte genauso gut Pennsylvania, Penner-unter-der-Brücke oder Pendovski sein, und rät mir "Müssense einfach mal guggeln."
Ha! Täglich grüßt die Pflanze ohne Namen!
Ich habe geguggelt nach "Blume kleine rote Blüten" (hauptsächlich Rosen und tätowierte Damenschultern), "Pflanze kleine rote Sternchen" (klein! nein, keine Bougainvillea! Rot, zum Kuckuck, das ist blau!) und weil der Verkäufer es gesagt hatte, auch nach "Pflanze arabische Halbinsel rote Sternchen", "Zimmerpflanze kleine Sternchen" und einiges mehr, das Ergebnis war irreführend. Wenn ich Campanula finden will, geb ich doch "Campanula" ins Suchfeld ein und nicht so ein Kauderwelsch! (Pardon, Volker)
Die Bildersuche hats schließlich gewusst.
pentas lanceolata
Pentas, weil es fünf Blütenblätter sind, lanceolata, weil die Blätter so schön spitz sind wie ein Lanzenblatt.
Botanische Namen sind oft selbsterklärend.
Man muss sie nur wissen.

Dienstag, 25. Juli 2017

Was hast du heute gelernt?

Weil der Abfluss der Waschmaschine verstopft ist, fahre ich mit meiner Buntwäsche zu Familie R, wo ich auch gleich zum Mittagessen eingeladen werde. Bis das soweit ist, unterhalte ich mich mit den Kindern A (10) und B (7).
"Papa weiß alles", sagt A.
"Alles ist ne ganze Menge", gebe ich zu bedenken.
"Doch, der weiß alles", ist B sicher. "Du bist auch schon groß, weißt du auch alles?"
"Nein", gebe ich ehrlich zu (diese Bescheidenheit!), "ich lern jeden Tag noch was. Manche Sachen vergess ich gleich wieder, andere bleiben drin in meinem Kopf."
"Was hast du heute gelernt?", will A wissen.
"Dass der Härtegrad von Schrauben nachlässt, wenn man sie verzinkt."
"Warum musst du sowas wissen?", fragt B.
"Keine Ahnung, aber es kann ja mal sein, dass man es wissen muss, und dann weiß ich es."
"Und wo lernst du sowas?", will der Papa wissen.
"Eben war ich im Werkzeugfachmarkt, da hab ich einem Gespräch zugehört."

Was hast du heute gelernt?

Sonntag, 23. Juli 2017

Durchblick

Junge, 9 Jahre alt, beim Lesen eines wenig kindgerechten Textes.
Mama, was heißt Hü…ner…bürste?
Mama, erstaunt, ohne Sicht auf den Text: Steht da wirklich Hühnerbürste?
Junge, liest neu: Hü…ner…br…rrüss…tig. Hühnerbr…rüsstig. Hühnerbrüstig? Was ist das, Mama?
Mama: Na ja, überleg doch mal, wie so ein Huhn aussieht. Was für eine Brust hat das?
Junge: Mama! Ein Huhn hat überhaupt keine Brust, das ist doch kein Säugetier!

Klar erkannt, oder?

Mittwoch, 19. Juli 2017

Puristendusche und Wildtierdiskussion

Auf Borkum in einem eher versteckten Winkel gefunden … da, wo ich auch den Rehbock traf, der mich seltsam anstarrte, etwa ebenso seltsam wie ich ihn anstarrte.

Hinterher dann zu einer Insulanerin: Ihr habt ja sogar Rehe!
Sie: Das ist Damwild. Das gibts seit einigen Jahren wild auf der Insel, weil irgendwelche Tierfreunde das Gatter aufgemacht haben, in dem sie gehalten wurden.
Ich: Ich meine kein Damwild. Es war ein Rehbock.
Sie: Mit so Pünktchen auf dem Rücken? Das ist Damwild.
Ich: Ich weiß, dass Damwild Pünktchen auf dem Rücken hat, und das Tier, das ich gesehen hab, war ein Rehbock. Rotes Fell. Gestänge auf dem Kopf. Kein Geweih. Bei Rehen haben nur die Kitze Pünktchen.
Sie: Da muss ich mal meinen Freund fragen, der ist Jäger.

Vielen Dank, ich hab das verstanden! Festländer haben anscheinend grundsätzlich keine Ahnung.

Sonntag, 16. Juli 2017

16 am 16ten

Nach den kräftigen Regenfällen vom Dienstag ist mein Wasserfass endlich wieder voll.
700 Liter sind viel und es reicht lange, aber wenn das Ding plötzlich leer ist, guckt man belämmert aus der Gärtnerhose.

Es wird Tomaten geben! Sie sind aber alle noch sehr gut getarnt.
Meine Gurke der Sorte "Türsteher" (eine Schmorgurke) ist da nicht so bescheiden.
Wenn ich sie machen lasse, wie sie will, wird sie vermutlich das ganze Gewächshaus ausfüllen. Ich habe sie vom Dach geholt, damit das Gewicht der Früchte keinen weiteren Schaden anrichtet. (Ich hole sie immer wieder vom Dach. Sie ist sehr wuchsfreudig.) Man kann die Schmorgurke wie Zucchini verarbeiten, aber auch roh essen; die Schale ist härter als bei der Schlangengurke.
Es wird auch "richtige" Zucchini geben, und zwar laut Saatguttütchen ausschließlich gelbe.
In diesem Garten macht jeder, was er will.
Ich auch -- ich habe mir gestern einen Hügel gebaut.
in der Stahlhülse vorne links steht sonst das Vogelhäuschen
Seit den ersten paar Gartentagen denke ich darüber nach, dass ein Hügel fein wäre, aber woher nehmen, wenn der Garten flach wie ein Tisch ist?
Erdtransporte sind mir zu riskant, wer weiß, welches Unkraut drin steckt? Ich habe Grassoden gestochen und sie aufgeschichtet, das Stück Wiese zwischen Gemüse und Blumenwiese soll ja ohnehin ein Beet werden. Bisher ist der Hügel so um die drei Meter lang, sanft S-förmig geschwungen und ungefähr kniehoch. Er wird noch ein bisschen dicker in der Mitte und vielleicht etwas höher. Im nächsten Frühjahr werden Aubrieta, Phlox subulata und all ihre hübschen Kumpels darauf wachsen. Und vielleicht die Buddleja, die übrigens seit neuestem blüht. Rotviolett. Und eine Hortensie Annabell. Und im Sommer noch andere Stauden. Crocosmia! Und im Herbst auch. Rudbeckia! Und im Winter sicher eine Helleborus oder zwei oder fünf. Schneeglöckchen! Krokusse! Fritillaria! …
Die Liste meiner floralen Begehrlichkeiten ist lang und noch längst nicht komplett.
Nicht so, als hätte ich keine Blumen!
mit farblich passendem Insekt
Diese Blumenwiese entzückt mich jedes Mal. Sie ist bunt und hoch und prall -- am vorderen Ende. Am hinteren macht ihr die Blutpflaume zu viel Schatten. Nächstes Jahr wird sich die bunte Gesellschaft in Richtung des Hügels entwickeln.
Nebenan wuchert der Goldfelberich, Lysimachia punctata:
Ich lese gerade, dass er in Gärten und Parks als Zierpflanze kultiviert wird. Bei meinem Vatter nicht: der hat immer zu viel davon, sagt er.

Neben dem Kater, der bevorzugt vor meinen Füßen zusammenbricht, "Streichel mich! Den ganzen Tag hat mich noch niemand gekrault!" habe ich einen weiteren Gartennachbarn kennen gelernt, der auf dem Foto nicht gut zu erkennen ist, obwohl er sich kaum tarnt mit seinem roten Pelz im grünen Haselbusch:
ein Eichhörnchen. Ich habe ihm gute Nachbarschaft gewünscht und mir, dass es keine Zucchini oder Kürbisse mag.

Meine nicht regelkonforme Clivie hat übrigens fertig. Sie war sehr fleißig, an zwei Stängeln (sie hat dann irgendwann doch noch welche gemacht) hatte sie 31 Blüten.
Sie freut sich schon auf den spätherbstlichen Umzug ins Gewächshaus und hofft, dass die Gurke es nicht kaputt macht.
So auch ich.
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Samstag, 15. Juli 2017

Kongopost 101

Rifaim fand seine Retter.

Eine Flüchtlingsfrau unterwegs bei der Rast.
Ihre Kinder und die Fetzen auf dem Körper sind das einzige, was sie besitzt. Jemand hat sie da am Weg getroffen und fotografiert, als sie mit ihren Kindern den Proviant verzehrte.

So ist der kleine Junge, Rifaim, wohl auch mal nach Basankusu gekommen. Aber seine Mama starb da. Rifaim hungerte lange in der Hütte einer alten Frau, die den Jungen aufnahm, aber selbst nichts hatte.
Blaise, katholisch, ist zusammen mit Jerry Mitarbeiter der Diakonie. Er hat seiner Frau Sandrine von Rifaim erzählt, und die hatte Erbarmen, und sie haben den armen Jungen aufgenommen.
Bett, Matte, Kleidung und nötige Medikamente bezahlten sie selbst (Rifaim war ja ganz unterernährt und verdreckt), und ich sorgte dann später für das Schulgeld. Ende April haben sie ihn mit Heft und Stift da zur Schule geschickt. Nun ist er sitzen geblieben und schämt sich. Aber es war ja alles total neu für ihn. Zudem hatten die Lehrer auch noch eine zeitlang gestreikt, weil sie wieder zwei Monate lang überhaupt kein Gehalt bekommen hatten.
Rifaims Lehrer hat gesagt, dass der Junge gar nicht dumm ist, aber mehr Zeit zum Einleben braucht.


Blaise und Jerry wurden wohl irgendwie mal von Richard angesteckt und fingen selbst an, sich auch um bedürftige Alte, Kranke und Waisenkinder zu kümmern. Blaise hat einige Jahre in Mbandaka studiert, fand nachher aber keine Arbeit. So lebt er mit seiner Familie von seinen großen Mais- und Maniokfeldern. Jerry ist Lehrer und baut Gemüse an. Er wohnt mit seiner Frau bei den Altenhütten und kümmert sich darum. Zudem versorgen sie einen Jungen mit Epilepsie. Blaise und Jerry bettelten nie und hatten immer genug, um anderen auch noch etwas abzugeben.
Und weil ich beide schon lange kenne, freute ich mich, beiden ein Fahrrad zu finanzieren, damit sie noch mehr Hilflose besuchen und helfen können. Schön, wenn Glauben, katholisch oder evangelisch, mehr ist, als Predigt hören, singen, beten oder schöne Titel zu haben. Aber die Kirche Christi muss auch unbedingt vielfältig bleiben.

Rifaim fand hier jedenfalls seine Retter.
Es soll uns allen gut gehen. Gruß, Peter.