Mittwoch, 9. Dezember 2015

der abgesagte Termin kann nicht stattfinden

Vor einigen Wochen habe ich mich beim Amt der Ämter in die Liste eingetragen. Im Gespräch mit dem anwesenden Sachbearbeiter gab ich bekannt, dass ich ab spätestens März wieder in Beschäftigung sei. Sowas ist ja wichtig zu wissen. Ein paar Tage später erhielt ich einen Brief von einer anderen Sachbearbeiterin, nennen wir sie Frau A, die mich mit Datum des selben Tages einlud, am 9.12. zu ihr zu kommen und bitte vollständige Bewerbungsunterlagen mitzubringen, damit sie meine aktuelle berufliche Situation mit mir besprechen könne. Sollte ich der Einladung nicht Folge leisten, müsse ich mit Konsequenzen nach §bla, trallala und so weiter.
Dem Schreiben war ein Formular beigefügt, in dem ich begründen konnte, warum ich den Termin nicht wahrnehmen würde. Ich kreuzte an, dass ich bereits einen Job hätte, gab die Adresse des zukünftigen Arbeitgebers an und dass mir der Arbeitsvertrag noch nicht vorliegen würde, ich ihn aber bei Erhalt in Kopie an die zuständigen Stellen weitergeben würde.

Gestern rief mich das Jobcenter an, um mich an den heutigen Termin zu erinnern.
Ich habe keinen Termin, sagte ich.
Doch, Sie haben einen Termin, sagte die Frau am anderen Ende der Leitung.
Nein, ich habe keinen Termin, wiederholte ich.
Doch, Sie stehen hier drin, dass Sie einen Termin bei Frau A haben.
Aber ich habe Frau A abgesagt, dass ich nicht kommen werde, da ich bereits einen Job habe.
Oh, Sie haben einen Job? Herzlichen Glückwunsch. Dann brauchen Sie den Termin ja nicht mehr.

Heute früh ruft eine Dame (eine andere als gestern) vom Jobcenter an, dass der heutige Termin leider abgesagt werden müsse.
Ich habe keinen Termin, sage ich.
Doch, Sie haben einen Termin, sagt die Frau am anderen Ende der Leitung.
Nein, ich hab Frau A doch abgesagt! Ich habe einen Job, ich brauche kein Beratungsgespräch bei Frau A!
Aber Sie müssen trotzdem eine Wiedereingliederungserklärung unterschreiben und bla, trallala, … jedenfalls kann Ihr Termin heute nicht stattfinden, Frau A wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen, damit ein neuer Termin zustandekommt.

Aaaaahhrggg!!!!

Kommentare:

  1. Frau A rief mich dann auch noch an, sie wollte wissen, ob ich den Arbeitsvertrag inzwischen erhalten hatte. Sie würde mir dann ein Formular schicken, das ich unterschrieben zurückgeben solle, dann müssten wir keinen Termin machen. Und fertig.
    So einfach kann das sein.
    Wahrscheinlich hat sie genug mit den Leuten ohne Job zu tun.

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Nur Mut. So ein Kommentarfeld beißt nicht.