Dienstag, 9. April 2013

irrsinnig diszipliniert

Heute war ich beim Möbelschweden.
Das kam so: die Vorbesitzerin meines Autos (quasi die Vorfahrin) rief mich an, sie hätten renoviert und einen neuen Schrank ausgesucht, aber er passe nicht in ihr neues Auto rein, ob ich helfen könne?
Natürlich kann ich, und es traf sich gut, da ich ja auch was zu kaufen hatte im Möbel-und-mehr-haus.

Wie schafft man es, all diesen hübschen Verlockungen zu widerstehen, die noch dazu psychologisch geschickt sortiert sind? Vor allem, wenn man trotz kleinem Büdscheee nicht immer so irrsinnig diszipliniert ist?

Man sollte sich vorher genau überlegen: was brauche ich?
Hinterher nimmt man nur das und nichts sonst und geht glücklich aus dem Geschäft.
Genau so habe ich es gemacht.
Außerdem haben wir keinen Wagen mitgenommen auf dem Weg in die Abteilung, wo der Schrank zu finden war.

Auf meinem Schlafzimmerschrank ist jetzt Ordnung und farbliche Einheit eingekehrt. Das gabs in dieser Mischung noch nie.
Vorher standen da erst vier verranzte Kartons mit aufgeklebter und ehemals weißer Front, die aber schon seit dem vorletzten Umzug in dieser Nutzung waren und vom letzten Umzug braune Paketkleberstreifen hatten. Neulich fand ich Kästen aus Bambus, konnte mir aber nur zwei leisten. Zwei olle Kartons, zwei Bambuskästen ... zwei Bambuskästen, zwei Möbelschwedenkästen ... wie gut, dass ich aus Versehen vier gekauft habe statt der beabsichtigten zwei Stück.
(Wer kann denn auch ahnen, dass da zwei in einer Packung sind?! Es steht ja nur analphabetensicher als Zeichnung auf der Plastikhülle drauf.)
Die Bambuskästen werden nun woanders ihre Heimat finden.
Das Blau passt mit etwas Fantasie und diffusem Licht sogar zum ansonsten grünen Farbkonzept des Raumes.

Übrige Einkäufe: eine weiße Gardine für die noch nicht angebrachte Gardinenstange im Wohnzimmer und eine Bürostuhlunterlage mit dickdärmigem Namen.

Kommentare:

  1. Ach der gute, alte Schwede.
    Ich wohne mittlerweile so nah an dem blauen Haus, ich könnte hinlaufen.
    Da aber meine Wohnung jetzt klein ist und ich quasi alles schon besitze - mehrmals, bringt es mir leider nicht mehr viel.
    Schade :(.

    AntwortenLöschen
  2. Schwedenmöbelfreund10. April 2013 um 20:19

    unheimlich praktisch ist auch, das Frau Vorgarten ja das Sortiment von Firma K. kennt. Da gibt es einige Überschneidungen.
    Das sagte sie der Vorfahrin des Gefährts, die sich fast drüber ärgerte, dass all die hübschen Sachen und Sächelchen vom Eingang auch noch mal vor den Kassen standen.
    Nach dem Motto, vorne hastes geschafft, dran vorbei zu gehen, aber hinten wirste dann noch mal auf die Probe gestellt.

    AntwortenLöschen

Nur Mut. So ein Kommentarfeld beißt nicht.