Donnerstag, 20. Juni 2013

Gewitterstimmung bei Firma K.

20 Grad um sechs Uhr morgens, bedeckt und windig.
Temperaturanstieg auf 27 bis um zehn.
Hohe Luftfeuchtigkeit.
Drückend.
Draußen Waschküche, drinnen noch mehr Waschküche.
Dann kommt Wind auf, Wolken ziehen heran.
Dunkle Wolken.
Noch mehr Wolken.
Der Himmel schwärzlich-grünlich, drückende Schwüle, Sturm, dann geht der Regen los.
Nicht zögerlich, nein, gleich volle Kanne.
Und das Gewitter.
Blitz ..... Donner.
Blitz .. Donner.
Blitzdonner!!!
Krass! Das war so nah dran, dass ich die Druckwelle gespürt habe.
Verschreckte Kollegen beruhigen.
Erst sehe ich die Feuerwehr bei uns auf den Parkplatz einbiegen, dann geht der Feueralarm bei uns im Haus los.
Alle müssen raus.
Es schüttet und stürmt und ist dunkel wie sonst um halb elf abends.
Die Kunden zu den Notausgängen treiben. Da es nicht brennt, sammeln wir uns am Haupteingang.
Müssen wir wirklich da raus?
Was ist denn passiert?
Brennt es?
Ich wollte doch nur ein paar Blümchen einkaufen!
Ich höre, wie die Chefin die Kunden beruhigt und trage es weiter: Nein, nichts brennt, der Blitz hat in der Baumschule eingeschlagen. Niemand ist in Gefahr, kein Grund zur Panik.
Weil im Brandfall der Rauch abziehen soll und Feueralarm ausgelöst wurde, gehen die großen Dachfenster auf und weil es unvermindert weiterschüttet, wird alles drinnen klitschnass. Blumen, Dünger, Erden, Töpfe, Saatgut, Gartengeräte, Gartenmöbel, Deko, Servietten, der frisch verlegte Laminatboden im Café, Tische, Stühle, und so weiter.
Jemand kocht Kaffee und wir verteilen ihn an die verschreckten Kunden, die im Windfang herumstehen, nicht rein dürfen, nicht raus wollen.
Manch ein Kollege hätte auch einen Kaffee nötig!
Dann alles trocken legen. Das Wasser aus dem Café kehren. Wie war das noch mit dem Hochwasser entlang der Elbe? Bei uns kommt es durchs Dach -- allerdings ohne Schlamm und Treibgut und nicht zwei Meter hoch.
Irgendwann ist die Elektrik reanimiert, die Dachfenster schließen sich.
Der Notarzt nimmt die renitente Kollegin aus der Baumschule mit, die den Blitz kribbeln gespürt hat und die das alles für übertriebenes Getue hält.
Die Feuerwehr zieht ab.
In den Abteilungen wird gewischt und sortiert.
Kunden schieben ihre Wägelchen durch die Gegend und kaufen Blümchen ein.

Eine halbe Stunde später scheint die Sonne, ein friedlicher Sommertag.

Kommentare:

  1. Krasss!!!!!!!!! Und wie geht's der renitenten Kollegin jetzt? Alles gut mit dem Kribbeln?

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  2. Alter Falter.. was ist das bloß für ein Tag heute?! Ich wurde heute gegen sechs von minutenlangem Sirenengeheul und einem tieffliegenden Hubschrauber geweckt.. Die waren unterwegs zu einem Haus, das heute morgen in die Luft geflogen ist, wie ich nachher im Radio erfuhr. Dann beim Gewitter heute Mittag schlägt irgendwo der Blitz ein und mein Diensttelefon stürzt ab. Ebenso die Beleuchtung auf dem Flur, die den restlichen Nachmittag auch nicht mehr angehen wollte (Im Gegensatz zum Telefon - welch ein Pech... ;) ).
    Anschließend, auf dem Weg zum Zahnarzt, sah ich wie die Feuerwehr einige Keller leer pumpte. Die Zahnarzthelferin erzählte dann, dass die Straße nebenan seit dem Gewitter keinen Strom mehr hat. Auf dem Nachhauseweg komme ich an einem fiesen Verkehrsunfall vorbei und jetzt lese ich das hier auf deinem Blog.. verrückt.
    Gut dass bei euch nicht mehr passiert ist.

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  3. ach ja, die renitente Kollegin.
    Sie war für 24 Stunden im Krankenhaus zur Beobachtung und es wurde nichts gefunden und sie durfte heim.
    Wahrscheinlich ist sie als erstes zu ihrem Pferd gefahren.

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Nur Mut. So ein Kommentarfeld beißt nicht.