Donnerstag, 9. Juni 2011

ausgEHECkt

im Gegensatz zum Eintrag gleichen Titels, bei dem es um Heckenpflanzungen ging, wirds hier vielleicht ein bisschen eklig.
Das liegt in der Natur der Sache, auch wenn die Natur gar nicht zum Tragen kommt, da sich alles in meiner Küche abspielt.

Angeblich, so vernahm ich heute bei meinem seriösen Radiosender, sei der Haushalt als solcher ein Hort der Keime.
Eine hygienische Katastrophe.
Vor allem die Küche.
Im Kühlschrank sammelten sich demzufolge Keime, Bakterien und allerhand anderes Viehzeug, das da nicht hingehöre. Besonders gefährdet sei das Gemüsefach, in dem zuhauf Schimmelpilze zu finden seien. Viele Kühlschränke seien auch zu warm eingestellt, 4 bis 7 Grad sollten sie haben und zu viele Menschen würden ausgerechnet hier mit dem Stromsparen anfangen.
Noch schlimmer sei es in der Spüle. Ein Spülschwamm sei eine Art Zoo für diverse Bakterien, die da alle nicht hingehörten. Man solle die Dinger täglich wechseln, so viel würden sie schließlich nicht kosten.
Alarmiert rannte ich in die Küche und riss den Kühlschrank auf.
Der ist so übersichtlich gefüllt, Keime würden mir sofort auffallen.
Vor allem liegt ja in meinem Gemüsefach kein Gemüse, aus dem einfachen Grund, dass ich es da zu oft vergesse. Gemüse und Obst liegt immer gut sichtbar weiter oben.
Im großen Gemüsefach findet sich Buttermilch, Margarine zum Backen und Salatsoße. (Da ich keinen Salat mit Fertigsoße esse, könnte ich sie wegwerfen. Ich weiß gar nicht, was sie dadrin tut.)
Frag nicht, was ich mit so viel Ketschup mache, auch das steht da schon ziemlich lange. Vor allem die rechte Flasche ist sicher mal von einer Party übrig geblieben, das ess ich gar nicht. Aber wie soll in die geschlossene Flasche so ein EHECchen reinkommen?
Völlig undenkbar.
Ich mein - das hätte ich ja auch gesehen. Und vor allem wäre ich längst schon krank geworden, womöglich gestorben.
Bin ich nicht, wie du liest.

Trotzdem habe ich den Kühlschrank etwas kälter gedreht, er soll ja kein Wärmschrank werden.
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p.s.: man könnte auf den Gedanken kommen, ich sei ein Ferkel. Gerade was so mein Verständnis von kühlschränklicher Sauberkeit betrifft.
Ja, möglich. Ein quicklebendiges und gesundes Ferkel, das unbeirrt Gurken isst.

Kommentare:

  1. Mensch, bei dir im Kühlschrank siehts ja aus wie bei mir. Könnte glatt meiner sein. Nur meiner ist kleiner :o)

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  2. Liebste Osculanda,
    ich gratuliere ausgesprochen herzlich zu einem neuen Rekord.
    Du bist der dreitausendste Kommentarist, der sich hier verausgabt hat und prompt in meinem Postfach gelandet ist.
    Insgesamte Vorgartenkommentare gibt es um die winzige Wenigkeit von 233 Stück mehr.

    Wir feiern, bis uns kein Anlass mehr einfällt.

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Nur Mut. So ein Kommentarfeld beißt nicht.