Mittwoch, 2. September 2009

Vorgarten jetzt mit Datsche

Eine Datsche ist eine Art Gartenlaube, aber kein lumpiger Schuppen, sondern ein kleines Haus. Das Wort kommt, so sagte man mir, vom russischen „Garten“, der Datscha ausgesprochen und vermutlich anders geschrieben wird.
Ich habe mich entschlossen, in meinem Vorgarten ebenfalls eine aufzubauen. Ne Datsche wollte ich schon immer mal haben, aber jetzt, da ich in einer gesessen habe, ist das Vorhaben so gut wie umgesetzt.

Im vorderen Teil des Bildes siehst du einigen Wildwuchs, und dort fing ich kurze Zeit nach Aufnahme des Fotos an "zu wüten", wie M. aus C. mir so schön attestierte. (Aber er fand es gut, denn so musste er das nicht alles alleine machen.)
Ich rottete eine Brombeere aus, so eine mit Widerhaken an den Blättern, also eher Stacheldraht ohne Draht. Dann hob ich ein Loch aus und pflanzte einen Apfelbaum hinein.

Dessen Patentante bin ich jetzt.
Der Stock, an dem ich das Bäumchen festgebunden habe, stammt vom nebenstehenden Pflaumenbaum.

Links erkennt man seinen Stamm und einige Zweige.
Auf diesem Bild sieht alles noch ganz friedlich aus, aber kurz drauf fingen wir an, ihn auf die Ernte 2010 vorzubereiten, d.h. nach meiner kompetenten Einweisung in die Geheimnisse des Baumschnitts das ganze trockene Holz zu entfernen. So soll er nächstes Jahr mehr als die 15 prachtvollen Pflaumen bringen, die wir ernteten und umgehend verzehrten.
Denn wisse, lieber Gartenfreund, man kann mich nicht mit vielen Dingen wirkungsvoll bestechen.
Aber mit s o l c h e n Pflaumen kann man.

Sollte ich dir also in den nächsten Tagen etwas halbherzig vorkommen, so trügt der Eindruck nicht. Diverse Lebewesen in Chemnitz haben sich ein Stück dort behalten.
Tja. Jeder sollte eine juppi haben.

Kommentare:

  1. Das ist aber schön!! Die Datsche, der Bericht, und Lebewesen die halbe Herzen behalten.

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  2. Hi Juppi, es ist nun zwar schon ne Weile her, hier jedenfalls ein Garten-Update:

    Erstmal vielen Dank fürs Pflanzen.
    Dem Apfelbaum geht es bisher ganz gut.
    Und er hat Zuwachs bekommen... aber erstmal zum - (äh, was ist das Gegenteil von "Zuwachs") - "Abwachs" (?).

    Wir haben inzwischen auch ganz ordentlich im Garten gewütet.

    Da waren ja noch einige Gewächse, die wir entfernen wollten, sobald die Vogelschutzschonfrist vorüber ist.
    Diese Zeit war gekommen, und so veschwanden:
    -3 große Koniferen
    -eine kleine Konifere
    -der Rhododendron
    -die Buchenkugel
    -die Fichtenkugel
    -14 kleine Fichten inkl. Wurzelresektion(eine is noch übrig, die hat bis Weihnachten noch Schonfrist)
    -dieses Gestrüpp an der Laube (Lonicera), da es kaum grün war und zu 4/5 aus totem gehölz bestand, zudem haben wir es im Verdacht, das es unseren Wein mit Falschem Mehltau versorgte...
    -die Forsythie in der hinteren Gartenecke
    -der alte Sauerkirschbaum

    Ein scharfes Beil, eine elektrische Kettensäge und ein für einen Tag gemieteter Walzenhäcksler (so genannter Leisehäcksler) sind hierbei äußerst hilfreiche Werkzeuge...

    So, nun zum Zuwachs - wir haben ja nicht nur Pflanzen entfernt.
    Erstmal zur Forsythie: diese hatte ich entfernt, weil an der gleichen Stelle ebenfalls leckere Himbeeren wachsen. Du glaubst gar nicht, wie viele Himbeerranken zum Vorschein kamen, als das Ding dann endlich weg war. Wenn man das jetzt sieht, dann fragt man sich, wo denn die Forsythie zwischen den Himbeerruten Platz hatte... eine kleine Stachelbeerpflanze kam auch zum Vorschein. Ist vermutlich beim Nachbarn "ausgebüxt"...

    Der Apfelbaum (Klarapfel) freut sich nun außerdem über einen zweiten Apfelbaum - einen Cox Orange, soll ja ein ganz leckerer Winterapfel sein (den man zudem angeblich nur selten im Supermarkt finden soll)
    Außer
    -dem zweiten Apfelbaum
    pflanzten wir außerdem:
    -eine Süßkirsche
    -eine Aronia (Apfelbeere, gesund und äußerst schönes Herbstlaub)
    -eine Goji-Beere
    -eine DORNENLOSE Brombeere, die aufrecht wächst
    -eine Stachelbeere Rot
    -eine Stachelbeere Gelb
    -2x Heidelbeere
    -2x Preiselbeere
    -2x Moosbeere
    -die Minikiwis Romeo und Julia. (a.k.a. Sachsen-Kiwi. Man braucht halt für bis zu 8 Weiblein mindestens ein Männlein. Wir belassen den Romeo aber erst mal monogam...)
    Summa summarum 15 Pflanzen.

    Leider haben wir noch schlechte Nachricht vom rückgeschnittenen Pflaumenbaum:
    Der steht zwar noch da, aber als wir vor ca. 3 Wochen wieder mal im Garten waren, stellten wir fest, dass an einigen Stellen Pilze in der Wiese gewachsen waren, und zwar sah das nach Stockschwämmchen aus. Oder ähnliches. Jedenfalls Pilze, die sich vor allem von totem Holz ernähren.
    Leider wuchsen auch direkt am Stamm des Pflaumenbaumes welche. Sieht so aus, als wüchsen diese aus der Pflaumenbaum-Unterlage.
    Der Typ der uns beim Pflanzenkauf im Gartenfachmarkt gut beraten hatte, meinte dazu: "Kann man nicht viel machen. Vermutlich sind Teile der Wurzeln krank, die der Pilz nun zersetzt. Wäre ratsam, das Ding zu fällen, weils sonst passieren kann, dass der Baum eines Tages mirnichts-dirnichts einfach umkippt..."
    Nun ja., wie gesagt, noch steht er ... aber wir werden ihn wahrscheinlich doch noch fällen irgendwann.

    Aber dazu auch ne gute Nachricht: im Nachbargarten wächst ebenfalls ein Pflaumenbaum, der dieses Jahr reichlich trug. die Gartenbesitzer dort mögen aber keine Pflaumen, wollen aber den Baum auch nicht fällen. So können wir nächstes Jahr vermutlich trotzdem Pflaumen ernten...

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