Donnerstag, 27. November 2008

gerädert 3

Ich kam vom rechten Wege ab.
Das kam so.
Ich suchte was im Fremdwörterbuch, und da passierte mir, was mir auch oft im Atlas oder Lexikon passiert: ich blieb irgendwo hängen und las und fand es interessant und las woanders und kam vom Thema ab und vergaß schließlich, was ich eigentlich gesucht hatte.

Es gibt zum Beispiel eine Autohypnose. Wer hätte das gedacht! Vermutlich hilft sie, um längere Strecken mit leerem Tank fahren zu können.
Wenn man das Gefährt lange allein lässt, kommt es ggf. auf dumme Gedanken und unternimmt Autosex . Da hilft dann meist keine Autoskopie, sondern Gesellschaft, Ablenkung und viel Bewegung an der frischen Luft. Sonst wird es vielleicht autoaggressiv. Da muss man sehr vorsichtig sein.
Der Anführer mehrerer Gefährten ist mit natürlicher Autorität gesegnet, was ihn jedoch nicht automatisch zum Autokraten macht.
Sollte es ein Verständnis für seine eigene Endlichkeit besitzen und seine Erlebnisse für die Nachwelt erhalten wollen, verfasst es vermutlich eine Autobiografie. Ob es das Werk „Ein Quantum Rost“ nennt, stand nicht in meinem schlauen Buch.
Die harten Dinger, die die Frontscheibe zerschmettern, werden Autolithen genannt und wenn man dem Auto einreden will, so eine geborstene Scheibe täte gar nicht weh, sollte man es mal mit Autosuggestion versuchen.
Sollte das Gefährt krank sein, hat es sich vermutlich eine Autoinfektion eingefangen. Wenn es schlimm kommt, handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung.
Dann hilft womöglich nur noch eine Autotransfusion oder ein Autotransplantat. Das darf aber wirklich nur der letzte Weg sein, sonst sind der Autoxidation Tür und Garagentor geöffnet.

Ich glaube, als ich das las, fand in meinem Hirn eine heftige Autostimulation statt…

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Nur Mut. So ein Kommentarfeld beißt nicht.