Samstag, 1. Januar 2011

Neues Jahr, neue Projekte

Ich schreibe auf einem Stapel aus vier umgedrehten Postkisten.
Nein, ich ziehe nicht um, die Dinger sind leer. Es ist ein Provisorium, und das liegt daran, dass mir vorhin furchtbar langweilig war und da meinte Jesus: "du wolltest doch immer mal den Schreibtisch abschleifen... jetzt hast du ziemlich viel Zeit dafür, denn in den Garten kannst du nicht."

Der Schreibtisch ist seit einer späten Jugendsünde sehr bunt lackiert, die Beine sind gelb und rot und grün gestrichen und die Platte ist mit hellblau-metallic eingesprüht.
Meine Mutter hatte mal ein Auto in der Farbe und von einer Reparatur war noch eine Sprühdose im elterlichen Keller. Damals, als ich auch noch da wohnte.
Gruselig. Jugendsünde eben.
Bei einigen Umzügen hat das Blau der Platte Schaden genommen und der tägliche Gebrauch hinterlässt auch so seine Spuren. Zuerst hatte ich noch versucht, das Ganze mit hellblau glitzerndem Nagellack auszubessern, aber... na ja... eine Stilverirrung wird nicht besser, wenn man dann nicht mal den Farbton trifft.

Also hab ich alles abgeräumt, den Schreitisch rüber in die Handwerkskammer geschleppt (im übrigen Jahr, wenn nicht gartenfrei ist, heißt das Zimmer meist Landwirtschaftskammer) und angefangen zu schleifen.
Hier siehst du ihn noch in seiner ganzen (verwackelten) und blaumetallic-rot-gelb-grünen Pracht:

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Alles von Hand, von ungefähr 20 bis 22 Uhr. Montag gehts weiter.

5 Kommentare:

  1. so viel Aktionismus im neuen Jahr ... wenn das mal gut geht ... will heißen ich bin bloß neidisch, dass ich noch im Weihnachts-Rumhäng-Modus hänge.

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  2. Und das war ja längst nicht alles...
    ich hab gestern Abend angefangen, meine Bücher zu katalogisieren.
    Häufiger Gedanke:
    Oh, das Buch hab ich auch...!
    gelegentlicher Gedanke:
    noch nie gelesen...
    bzw.
    ja, noch mal lesen!
    mehrfacher Gedanke:
    kannste eigentlich wegschmeißen, so ein Schrott!
    einmaliger Gedanke:
    oh, das gehört mir gar nicht.

    Vier Regalböden hab ich schon fertig. Das ist ungefähr ein Drittel.
    Praktischer Nebeneffekt ist, dass man mal fix mit dem Staubtuch durchs Fach wischen kann, wenn die Bücher gerade draußen sind.

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  3. hier, hasse gewusst das Landwirtschafter(Bauer) im Fachterminus Agronom heißt? Klingt für mich als würde es jemanden bezeichnen der sich berufsmäßig viel aufregt.

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  4. Danke für das erste Lachen des Tages.
    Der hauptberufliche Vielaufreger würde wohl Aggronom heißen.
    Mit 2 g.

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  5. da sachste wat...gern geschehen..

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Nur Mut. So ein Kommentarfeld beißt nicht.