Freitag, 6. Mai 2011

Dem Volk aufs Maul

Allenthalben hört und liest man in den Nachrichten von Hochburgen.
Kandahar ist die Hochburg der Taliban, das umkämpfte Misrata die von Noch-Präsident Gaddafi, München ist die Hochburg der Oktoberfestfeierer, Technikfreunde versammeln sich in ihrer Hochburg Hannover, wenn dort Messe ist und so weiter.

Wie ich so bin, höre ich auch gerne mal auf die Herkunft eines Wortes und nicht nur die aktuelle Bedeutung. Deswegen habe ich angefangen, die zahlreiche Literatur meines Bücherregals (was gewissermaßen die Hochburg analoger Datenträger in meiner Wohnung ist) zu sichten, und das lernte ich:
Die Hochburg als solche ist der innere Bezirk einer Burg, oftmals der Bergfried, also der am besten geschützte und damit der am schwierigsten einzunehmende Teil der Burg.
Da die mittelalterlichen Burgen von innen nach außen gebaut wurden, ist die Hochburg oder Kernburg auch immer der älteste Teil des Gesamtbauwerkes – zumindest solange kein Brand dazwischen kommt.
Viele weitere interessante Details über Hochburgen und verschiedene Baustile kannst du wie üblich bei Tante Wiki nachlesen.
Eigentlich wollte ich dir auch ein paar eigene Hochburg-Fotos dazu kredenzen, aber die Burg, zu der ich zu diesem Zwecke gefahren bin, war leider zu groß für meine Kamera.
Dafür gibt es aber jede Menge andere hübsche Fotos von dort:

der Bergfried von jenseits der Mauer aus
Das Reiterstandbild des Grafen Engelbert II. und Erzbischof von Köln im äußeren Burghof
Blick von ebendort auf den Bergfried
Das muss im Bergischen sein...
Treppenaufgang
Blick auf den Batterieturm...
... und seine dicken Wände

Beim nächsten Mal beschäftige ich mich vielleicht mit Redensarten wie „etwas im Schilde führen“, „ein Auge riskieren“, „etwas im Vorfeld klären“, „in die Binsen gehen“ und so weiter, die alle ihren Ursprung in der Zeit des Mittelalters haben.

Kommentare:

  1. irgendwie ist der blog vom grauen esel verschwunden. schade, ich hab ihn immer gerne gelesen - weißt du etwas - ist er umgezogen?
    liebe grüße,
    ees

    AntwortenLöschen
  2. Liebes Ees!
    Wie schön, Dich noch mal hier zu treffen.
    Was mit Herrn AsinusCanus los ist, weiß ich auch nicht. Heute morgen noch war ich bei ihm und hab was kommentiert, da mussten meine Bemerkungen schon die Freigabe durch den Amministratore abwarten.
    Vielleicht renoviert er? Da braucht man ja gelegentlich freie (Tapeten-)Bahn.
    Ich hoffe, dass er da oder anderswo weiterschreibt.

    AntwortenLöschen
  3. Danke für die Info.
    Und danke auch für die Aufklärung über die Hochburg! Hatte in meiner Verwunderung vorhin ganz vergessen auch das zu kommentieren. Wann warste denn in der Hochburg des Bergischen?
    Liebe Grüße,
    Ees

    PS: Ich bin übrigens ziemlich oft hier und lese leise mit... nur angesichts der Gesamtsituation in der ich mich befinde oftmals nicht in der Lage zu kommentieren...

    AntwortenLöschen
  4. an der Bergischen Hochburg bin ich während 2 Wochen Praktikum täglich vorbei gekommen, einmal hin, einmal rück. Da hab ich dann mal Nachmittags angehalten und bin in meinen harzigen und verschwitzten Arbeitsklamotten als vermutlich dreckigster Tourist des Jahres aufgefallen.
    Dass ich zuletzt DRIN war, ist sicher 5 Jahre her.

    AntwortenLöschen
  5. Das mit dem Auge riskieren würd mich ja mal sehr interessieren - da bin ich ja schonmal gespannt, was Du da für Erklärungen findest :-)

    AntwortenLöschen
  6. DerMitDemKlugscheißorden9. Mai 2011 um 08:59

    Nur das die "Burg" ein Schloß ist, das mal eine Burg war.....

    Ist kompliziert, ist aber so. ;-)

    AntwortenLöschen

Nur Mut. So ein Kommentarfeld beißt nicht.