Samstag, 22. November 2014

Wurstbude

Genau wie letztes Jahr in der Vorweihnachtszeit (also das Dings ab Mitte November) steht auch dieses Jahr wieder eine Wurstbude im Weihn8sbaumverkauf von Firma K.
Um halb elf kommen die nichtbetriebsangehörigen Wurstbudenleute, machen ihre Bude auf und den Wurstbräter sowie den Currywurstsoßenkessel an, bumms, Stromausfall.

Zum Glück betrifft dieser Stromausfall nicht das ganze Geschäft, denn du kannst dir sicher vorstellen, was dann passiert:
Da die Schiebetüren ohne Strom nicht mehr schieben, müssen alle Personen das Gebäude verlassen (alle sind sehr viele! sonst würde sich die Wurstbude ja nicht lohnen...) Riesentohuwabohu: Ich will aber erst meinen Baum kaufen, wenn ich wiederkomm, ist der weg! Nein, ich hab mich doch gerade mit meinem Kaffee hingesetzt, ich will jetzt nicht! Sie brauchen keine Angst zu haben, es brennt nicht, auch wenn die Durchsage "Feueralarm" sagt. Gehen Sie bitte trotzdem raus.
Tiefer Seufzer,
denn.
das.
ist ja zum Glück gar nicht passiert. !!

Der Stromausfall betrifft Teile des Lagers, wir merken es zuerst am Radio, denn das schweigt abrupt.
Kollege M schaut in den Sicherungskasten, telefoniert (ja, auch die Telefonanlage funktioniert noch), aha, alles klar! Strom wieder an.
Wurstbräter an.
Strom aus.

Kollege D holen, der mehr Ahnung von sowas hat.
Ach so. Kabel falsch verlegt.
Wieso, das hat doch letzte Woche alles prima geklappt?
Ja, aber dann hat einer was verändert, sonst würde es ja heute auch klappen.
Kabel auswechseln.
Kabel zu kurz. M anrufen, wir brauchen noch ein Kabel!
M: Was für ein Kabel?
Stromkabel!
M: Starkstrom oder normal?
Äääähhh... (Kollege D anrufen und ihn fragen.)
Weils vorher am Wurstbräter gelegen hat, schalten die Leute jetzt mal zuerst den Soßenkessel an.
Bumms! Stromausfall!

Das ist alles wahnsinnig lustig.
Als hätten wir sonst nichts zu tun! Das halbe Lager steht voller Weihnachtssterne in allen Größen und Farben, die andere Hälfte voller Kränze nahezu aller Größen und Preisklassen.
Wir Preisschilderkleber versuchen uns nicht beeinträchtigen zu lassen.
Schließlich druckt der Drucker, nachdem wir noch mal darauf hingewiesen haben, welche Einstellungen man für welches der vier möglichen Etiketten braucht.
(An unserem sensiblen Toshiba hantieren zu viele Leute rum und wenn die was falsch einstellen, braucht er fachkundige Handauflegung und gute Worte, damit er sich neu auf seine Aufgaben besinnen kann. Gestern Nachmittag ist wieder jemand falsch mit ihm umgegangen und den Salat hatten wir zwischen acht und Viertel nach acht -- so lange brauchten wir, um ihn zu reanimieren.)

Radio aus.
M trabt durchs Lager.
D trabt hinterher.
Neues Kabel verlegt von der Wurstbude zu einer sicheren Steckdose. Strom wieder an.
Puh, endlich! Alles klappt! Wurstsoße, Würstchen, Radio: alles an!

Irgendwann gegen halb zwölf sind meine Schlaufenetiketten für den Nobilis-Kranz 11,99 verbraucht und ich will neue drucken.
Hallo? Wer hat denn den Computer ausgemacht? Seltsam. Der Drucker ist ja noch an, da kanns nicht am Stromausfall liegen.
Doch.
Der Computer geht nämlich jetzt nicht mehr an. Das Lämpchen für den Bildschirm ist an, der Drucker hat Strom, aber der Computer nicht.

Was macht ein Preisschilderkleber ohne Preisschilder?

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